Hast Du erst eingesehen, dass Du verrückt bist, ist es gar nicht so schlimm.
Verdammt langer Tag.  Zurück zur Übersicht
Foto vom Dreh

Tatsächlich wollten wir mit den Dreharbeiten für BLIZZY TOIL frühestens im November beginnen. Bei der Besichtigung der ProfiFlash Studios zeigte Chefin Karin uns aber auch die schon sehr lange nicht mehr benutzte Tiefgarage unter den Studios. Schon der erste Blick in den maroden Tempel des Grauens löste die wüstesten Phantasien bei uns aus. Keine Frage, hier hätte man auch SAW 1 drehen können.
Wir erhielten die ersehnte Drehgenehmigung, erfuhren aber auch, dass das komplette Untergeschoss im September ausgeräumt und renoviert wird. Es begannen 3 hektische Wochen , aber 1 Woche vor Beginn der Umbauarbeiten rückten wir mit den 10 erforderlichen Darstellern an und der Rock´n Roll nahm seinen  Lauf…
Um ehrlich zu sein, wir hatten uns wohl ein klein wenig zu viel vorgenommen. Wilhelm und Jo hatten zwar bereits am Vortag stundenlang die unverschämt schweren chinesischen Requisiten geschleppt, aber auch am Drehtag selbst ließen viele neue Herausforderungen nicht lange auf sich warten. Wir hatten einfach zu wenig Zeit.
Während Martina und Ivy in der Studio-Maske stundenlang mit Latex und Kunstblut kämpften, wurde im Keller Szene um Szene im Akkord gedreht. Wahrscheinlich hätte sogar alles funktioniert, hätte uns nicht ein verfluchtes Kühlaggregat fast in den Wahnsinn getrieben.

 

Da hing also dieses hässliche alte Ding an der Decke und beglückte uns alle paar Minuten mit der gewissenhaften Zerstörung unserer Tonaufnahmen. Cut! Cut! Cut!  Jo nahm der Kiste das ziemlich übel und aus anfänglicher Enttäuschung entwickelte sich schnell purer Hass. Sicher hatte der Generator schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel, aber für ein paar Minuten sah es tatsächlich so aus, als würde er nicht mehr viel älter werden. Also erst mal raus, Sauerstoff, ne Zigarette und als dann Micky mit nem Bier um die Ecke kommt, können Wilhelm und Jo sogar wieder lachen.
Es stellte sich schließlich heraus, dass es sich um das Kühlaggregat einer benachbarten Metzgerei handelt. Abschalten war unmöglich, also Augen zu und durch. Natürlich kamen wir durch die ständigen Zwangspausen nur sehr langsam voran, aber gegen 22 Uhr war die letzte Szene endlich im Kasten und selbst über das mühsame Reinigen des völlig eingesauten Equipments hat sich niemand mehr aufgeregt.
Der erste Dreh war also schon ein ganz schöner Kracher. Dass es trotz aller Probleme schließlich ein erfolgreicher Drehtag wurde, verdanken wir in erster Linie der Geduld, dem Verständnis, der beharrlichen Ausdauer und dem grandiosen Einsatz aller Beteiligten. DANKE

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